Die verschiedenen Hauttypen

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Die Hauttypen, auch Sekretionstypen genannt, werden vor allem durch die Menge an der Talg- und Schweißabsonderung (=Sekretion) bestimmt.

Im normalen lassen sich 5 verschiedene Hauttypen unterscheiden:

  • normale Haut
  • trockene Haut (Sebostase)
  • ölig, fettige Haut (Seborrhö Oleosa)
  • trockene, fettige Haut (Sebhorrö Sicca)
  • Mischhaut (Tendenz trocken, normal, fettig

Normale Haut
Bei vielen Pflegeprodukten in Parfümerien und Drogerien findet man oft die Bezeichnung „für normale Haut“. Bei normaler Haut arbeiten die Talg- und Schweißdrüsen ideal zusammen. Dies ist jedoch selten der Fall.

Normale Haut erkennt man an glänzender Haut, die nicht spannt. Sie fühlt sich glatt und geschmeidig an. Normale Haut hat eine rosige Hautfarbe, ist feinporig und schuppt nicht.

Pflege-Tipps für normale Haut:

  • Reinigung je nach Vorliebe mit Reinigungsschaum oder -milch
  • Da normale Haut mehr Feuchtigkeit als Fett benötigt, werden feuchtigkeitsspendende Produkte empfohlen
  • Um das natürliche Gleichgewicht halten zu können und nicht zu stören, sollte nicht zu viel Pflege verwendet werden


Trockene Haut / Sensible Haut
Trockene Haut entsteht durch eine verminderte Talgproduktion und den daraus resultierenden Fettmangel.

Der Hauttyp wirkt in der Jugend glatt, zart und rosig. Bei unzureichender Pflege können sich Hornschüppchen an Stirn und Wangen bilden. Die Haut wirkt glanzlos und matt; sie fühlt sich spröde an. Grund hierfür ist die verminderte Talg- und Schweißbildung. Die Haut kann in vielen Fällen empfindlich werden und bei Wärme, Stress, Nervosität sowie Druck mit roten Flecken reagieren. Kopfhaut und Haare werden trocken und die Poren eng. Bei zunehmendem Alter wird die Haut pergamentartig und es bilden sich vermehrt Falten.

Trockene Haut erkennt man an sehr feinen Poren sowie weniger geschmeidiger Haut. Unter der Haut sind dünne und erweiterter Äderchen sichtbar. Die Haut ist rau, oft leicht rissig und schuppig.

Zeigen sich Hautreizungen, Rötungen und juckt die Haut sowie brennt von Zeit zu Zeit handelt es sich in den meisten Fällen um sensible Haut. Die Haut reagiert hierbei auf äußere Einflüsse wie Kälte und Nässe gereizt.

Pflegetipps für trockene Haut:

  • Sie sollten eine Reinigungsmilch, -schaum oder -creme verwenden
  • Gesichtswasser sollte kein Alkohol enthalten
  • Pflegecremes sollten mit natürlichen Ölen angereichert sein
  • Sie sollten nicht zu warmes Wasser benutzen, da sich dadurch mehr Hauttalg lösen würde
  • Tragen Sie zur Nacht eine fettreiche Creme zur Hautregeneration
  • Cremes mit Liposomen sind ideal, da sie die Struktur der trockenen Haut verbessern und tiefer in die Haut eindringen
  • Im Monat können Sie alle zwei Wochen ein sanftes Peeling verwenden. Um die Durchblutung anzuregen und die Hautschüppchen zu lösen können Sie einen Schwamm oder Gesichtsbürste verwenden.
  • Empfohlen werden Cremes, die Vital- und Nährstoffe wie Vitamin B5 (Panthenol) und Vitamin E enthalten
  • Eine feuchtigkeitsspendende Pflegemaske sollten Sie Ihrer Haut einmal pro Woche gönnen

Pflegetipps für empfindliche Haut:

  • Rubbeln und Reiben Sie die Haut bei der Reinigung nicht
  • Kosmetikprodukte sollten den Zusatz „Hypoallergen“ oder das Symbol des DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.) tragen
  • Besonders wenn Kleidungsstücke direkten Hautkontakt haben, tragen Sie statt Wollkleidung lieber Baumwolle
  • Im Winter sollten Sie Luftbefeuchter verwenden, diese reduzieren durch die trockene Heizungsluft die Feuchtigkeitsverluste Ihrer Haut

Fettige Haut

Grund für fettige Haut ist eine vermehrte Talgproduktion. Viele kennen diesen „Hautzustand“ noch aus der Pubertät. Im Alter von 8 – 17 steigt die Talgproduktion erheblich an und nimmt bis zum 25. Lebensjahr etwas ab. Bei Frauen fällt die Talgproduktion bis ins Alter weiter, bei Männern bleibt die Talgproduktion bis zum 40. Lebensjahr fast gleich und fällt dann bis zum 60. Lebensjahr stark ab. Danach nimmt die Talgproduktion kaum noch.

Es gibt in der Kosmetik drei verschiedene Arten von fettiger Haut.

  • fett-feuchte Haut (Seborrhö oleosa)
  • Aknehaut
  • fett-trockene Haut (Seborrhö sicca)

Bei fett-feuchter Haut fühlt sich die Haut schmierig und fettig an, glänzt stark und ist großporig. Die Haut wirkt durch die dicke Oberhaut fahl und derb und die Durchblutung ist nicht die Beste. Der Hauttyp neigt zu Unreinheiten und Falten entstehen erst spät.

Fett-trockene Haut entsteht durch die Überfunktion der Talgdrüsen. Die Schweißtätigkeit wird aber nicht gesteigert. Der Talg ist wachsartig und nicht ölig-flüssig. Die Haut ist sehr empfindlich und neigt zu Unreinheiten, sie reagiert auf Wärme und Druck mit Schwellungen und Rötungen. Die kleinen Talgschuppen der Haut lassen sich zwischen den Fingern verreiben. Die Wangen wirken stumpf und rau, die Gesichtsmitte ist in vielen Fällen glänzend-fettig.

Die Aknehaut ist normalerweise kein eigener Hauttyp, sondern ein Krankheitsbild der Haut. Betroffen sind in der Regel junge Menschen während der Pubertät.
Durch die Hormonumstellung arbeiten die Talgdrüsen so stark, dass es zu einem Talgstau kommt. Grund hierfür ist die Verhornung der Talgdrüsenausgänge im Zusammenhang mit der starken Arbeit der Talgdrüsen.
Der Talgstau reagiert mit dem Sauerstoff und ist als Mitesser (schwarzer Punkt) sichtbar. Die Mitesser entzünden sich durch Bakterien und es bilden sich Eiterpusteln.

Woran erkennt man fettige Haut?

  • schlechte Durchblutung
  • Das Haar wird sehr schnell fettig
  • Make-up zerfließt und hält nicht lange
  • Vergrößerte Poren und glänzende Haut
  • Nach dem Waschen neigt die fettig-trockene Haut zu Spannungsgefühl und schuppt

Pflegetipps für fettige Haut:

  • Die Haut sollte morgens und abends von Talg, Verschmutzungen und Schweiß gereinigt werden. Zu häufiges Waschen wirkt sich negativ auf den Schutzmantel der Haut aus
  • Beenden Sie die Reinigung mit kaltem Wasser. Warmes Wasser regt die Produktion von Talg an
  • Schäumen Sie die Haut gut mit Reinigungsgel der Reinigungslotion ein und spülen Sie die Haut danach mit lauwarmem Wasser gründlich ab.
  • Benutzen Sie alkoholhaltiges Gesichtswasser und verwenden Sie fettarme Lotionen und Feuchtigkeitscremes auf O/W-Emulsionsbasis
  • Einmal pro Woche eignet sich Peeling in Form von Reinigungsmasken
  • Puder eignet sich sehr gut um den Fettglanz der Haut zu minimieren
  • Eine leichte Feuchtigkeitscreme zur Regeneration kann für die Nachtpflege benutzt werden. Es kann bei sehr fettiger Haut auf die Nachtcreme verzichtet werden.

Mischhaut

Der wohl bekannteste und am meisten verbreiteste Hauttyp. Eine fettige T-Zone (Kinn, Nase, Stirn) und trockener Wangenbereich zeichnet diesen Hauttyp aus.

Die übrige Körperhaut ist normal bis trocken. Dekolletee und Rücken können Unreinheiten aufweisen. Mischhaut folgt meistens die fettige Haut während der Pubertät. Bei diesem Hauttyp ist es schwierig die richtige Balance zu finden.

Mischhaut erkennt man einer glänzend-öliger T-Zone und normaler bis trockener Körperhaut. Die Haut wirkt meist grau und blass; es zeigen sich nur wenige Falten und Linien. Die Wangen sind trocken und leicht schuppig, in der T-Zone bilden sich Mitesser und Unreinheiten.

Sie können ganz leicht testen ob Sie eine Mischhaut haben, alles was Sie hierzu benötigen ist ein Klebestreifen und ein Kosmetiktuch.
Reinigen Sie ihr Gesicht und tragen keine Pflege auf. Nach 30 Minuten Wartezeit legen Sie das Kosmetiktuch für 20 Sekunden auf die Stirn und drücken es an.
Zeigt sich ein Fettfleck, ist dies ein Zeichen für fettige Haut. Nehmen Sie den Klebestreifen und drücken ihn auf Ihre Wange; sollten beim Abnehmen Hautschuppen am Klebestreifen sein ist dieser Bereich trocken.

Pflegetipps für Mischhaut:

  • Hautpflegeprodukte sollten immer auf den Hauttyp abgestimmt sein, bei Mischhaut eignen sich Kosmetikartikel mit einer O/W-Emulsion
  • Im Bereich der T-Zone sollten Sie zu ölfreien Produkten greifen
  • Benutzen Sie nur einen milden Reiniger der die Haut nicht entfettet (pH-Wert 5,5). Auf Reiniger mit Peelingeffekt sollten sie gänzlich verzichten.
  • Gesichtswasser sollte keinen Alkohol enthalten
  • Cremes die die Regeneration der Haut unterstützen sollten ab dem 30. Lebensjahr verwendet werden
  • Vermeiden Sie Produkte mit synthetischen Fetten und Ölen wie zum Beispiel Silikone, Vaseline oder Paraffine)
  • Verwenden Sie nur lauwarmes Wasser und cremen die trockenen Bereiche immer ein

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